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Felicità

Von Kalabrien nach Feldkirch

Zwei Lebenswege, eine gemeinsame Idee: Felice Aloisio aus Davoli Marina in Kalabrien und Mehmet Mustakli aus Feldkirch verbinden gutes Essen mit herzlicher Gastfreundschaft. In der Vorstadt 24 haben sie dafür einen persönlichen Ort geschaffen: Felicità.

Felices Liebe zur Küche begann bei seinen Großmüttern, Nonna Fioretta und Nonna Anna Maria. Ihr Familienfoto erinnert an diese Wurzeln.

Felices Großmütter Nonna Fioretta und Nonna Anna Maria – Familienaufnahme

Felice Aloisio
Die Liebe zur Küche

Felice Aloisio in der Küche des Restaurants Felicità

Felice Aloisio stammt aus Davoli Marina in Kalabrien. Von seinen beiden Großmüttern, Nonna Fioretta und Nonna Anna Maria, lernte er das Kochen. Mit elf Jahren machte er seine erste Pizza. Die Liebe zur Küche begleitet ihn bis heute.

In Soverato besuchte Felice die staatliche Berufsfachschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Dort erwarb er im Schuljahr 1995/96 die Küchenqualifikation „Operatore ai servizi di cucina“ und im Schuljahr 1997/98 das Diplom „Tecnico dei servizi della ristorazione“.

1994 und 1995 arbeitete er in Soverato im Palazzo Gregoraci, anschließend im Restaurant Perla. Chefkoch Salvatore Custureri unterrichtete und prägte ihn. 1997 führte ihn sein Weg als Saucier zum Golf-Club Crans-sur-Sierre in der französischsprachigen Schweiz.

Diese Art zu kochen wollte er auch nach Vorarlberg bringen. Eine eigene Küche gibt ihm heute den Freiraum, seine Ideen und seinen Anspruch an Qualität umzusetzen. Felice entwickelt täglich neue Gerichte und möchte jeden Teller persönlich im Blick behalten. Deshalb ist ihm ein überschaubares Restaurant wichtig, in dem jedes Gericht seine Handschrift trägt.

Mehmet Mustakli
Gastgeber aus Überzeugung

Mehmet Mustakli, Inhaber und Gastgeber im Restaurant Felicità

Mehmet Mustakli wurde 1979 in Feldkirch geboren. Sein Weg im Gastgewerbe begann im Café Unterberger und führte ihn ins Schützenhaus in Feldkirch. 1999 arbeitete er im Hotel Lagant in Brand im Brandnertal, 2001 im Hotel Sonnenberg in Oberlech. Weitere Stationen waren die Werkstatt in Rankweil und das Eldorado Steakhaus in Götzis.

Ein eigenes Restaurant zu führen und seine Ideen umzusetzen, war schon immer sein Traum. Mit Felicità hat er ihn verwirklicht. Als Inhaber und Gastgeber bringt Mehmet seine Erfahrung und seine persönliche Art ein: ruhig, gelassen und verlässlich, auch wenn es im Service lebhaft wird.

Qualität steht für ihn an erster Stelle. Dafür nimmt er auch einen geringeren Gewinn in Kauf. Gemeinsam mit Felice schafft er einen Ort, an dem gutes Essen und aufmerksame Gastfreundschaft zusammengehören.

Dagmar und das Café Piccolo

Hildegard Partel, geborene Larcher, wurde 1934 in Zams geboren und stammte aus Arzl bei Imst. Die meisten kannten sie als Dagmar. Ihre Geschichte ist die einer Wirtin aus Leidenschaft, die früh ihren Weg in die Gastronomie fand.

1951 besuchte sie in Innsbruck einen Fachkurs für Servieren des Wirtschaftsförderungsinstituts der Kammer der gewerblichen Wirtschaft für Tirol. Es folgten Stationen im Hotel Weißes Rössl in Gries am Brenner (1951/52), im Hotel Post in Imst (1953) und im Hotel Edelweiß & Gurgl in Obergurgl (1954). Ihre Zeugnisse erzählen von Fleiß, Ehrlichkeit und einer freundlichen, aufmerksamen Art im Umgang mit Gästen.

1954 vertiefte sie ihre Kenntnisse in einem Fachkurs für Hilfs- und Beiköchinnen in Mutters, dessen Abschlussprüfung sie mit sehr gutem Erfolg bestand. Danach arbeitete sie im Gasthof Hospiz in St. Christoph am Arlberg (1954/55) und im Hotel Pfänder in Bregenz (1955). So führte ihr Weg durch die Tiroler Hotellerie vom Arlberg bis an den Bodensee.

1961 eröffnete sie ihr erstes eigenes Lokal, das Café Partel in der Rheinstraße. 1971 zog es sie nach Feldkirch, wo sie das Café „Zur Schmiede“ eröffnete, das heutige Verona Due. Eine Konzessionsurkunde von 1972 dokumentiert ihren Betrieb in der Schmiedgasse 4.

1997, im Jahr ihres 63. Geburtstags, eröffnete sie das Café Piccolo in der Vorstadt 24. Es war das dritte Lokal, das sie selbst gründete und führte. Die Pension war ihr einfach zu langweilig: Dagmar wollte wieder Gäste begrüßen, Menschen zusammenbringen und das tun, was sie liebte.

Die Lokale sind bis heute im Besitz der Familie. Ihre Söhne achten darauf, dass Dagmars Geist in diesen Räumen weiterlebt und ihr Lachen weiterklingt.

Heute führt Felicità die Geschichte dieses Ortes mit italienischer Küche und herzlicher Gastfreundschaft weiter. Die historischen Aufnahmen erinnern an Dagmar und das frühere Café Piccolo.

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